USA 2020

California, Arizona, Texas, New Mexico, California

Montag, 24. Februar 2020

 

Von meinen beiden Geschwistern begleitet - Walter führte mich mit dem Auto nach Langenthal und Susanne begleitete mich von Olten zum Flughafen - bin ich rechtzeitig mi Zürich Airport angekommen. Das Einchecken und die Gepäck- und Zollkontrolle sind zügig vonstatten gegangen. Um etwa halb eins hat dann das Boarding begonnen und unsere Maschine startete mit einer kleinen Verspätung in Richtung Norden. Über die Ostsee ging's dann zuerst Nord- dann Westwärts. Nach fast zwölf Stunden ruhigem Flug sind wir, bei schönem Wetter, gut in San Francisco gelandet. Mit dem Taxi ging es dann nach San Bruno zum Ritz Inn, meinem Hotel für die beiden ersten Nächte.

Dienstag, 25. Februar 2020

 

Nachdem ich gestern Abend recht früh zu Bett gegangen bin, konnte ich nur bis etwa zwischen ein und zwei Uhr schlafen. Dann «musste» ich die Zeit mit Spielen, Schreiben und Lesen herumbringen. Glücklicherweise konnte ich gegen Morgen noch einmal etwa zwei Stunden schlafen.

So ging ich ausgeruht zu einem feinen amerikanischen Frühstück im Camino Corner vis-à-vis dem Motel. Danach bin ich mit Bus und BART (U-Bahn) nach Downtown San Francisco gefahren, wo zuerst die Telefonkarte wieder geladen werden musste - leider schon wieder mit einer neuen Nummer - und dann bin ich hinunter zum Port of San Francisco spaziert. Dieser fasziniert mich immer wieder, vor allem wegen dem Market Place im Innern. Aber auch den Piers entlangzuschlendern gefällt mir sehr gut. Bei einem der Piers habe ich sogar das Schweizer Konsulat gefunden.

Danach ging es mit dem Tram zur Market Street zurück, wo ich den Nespresso Shop sehr schnell fand und nach dem Einkauf, mi Westfield San Francisco Center etwas zu essen suchte. Leider habe ich hier nicht das Passende gefunden und so bin ich dann in der O'Farell Street zu dem mir schon bekannten John's Grill gegangen und habe dort ein kleines aber recht teures Essen genossen.

Zurück zum Ritz Inn ging es dann wieder mit BART und Bus. Dort bin ich recht früh angekommen und genoss es noch etwas Zeit für mich zu haben.

Mittwoch, 26. Februar 2020

 

Auch heute Morgen hat es, trotzdem ich gestern bis nach 2 Uhr «beschäftigt» gewesen bin, sehr früh Tagwache gegeben. So konnte ich ein paar Fotos auf die Website hochladen und dann auch diese Berichte vervollständigen...

Heute werde ich nach dem Frühstück das Mietauto abholen, dann das Gepäck mi Motel holen und dann geht's auf in Richtung Süden. Tagesziel ist El Paso de Robles.

Nach dem Frühstück, wieder mi Camino Corner, habe ich einen Uber bestellt und bin mit diesem zum Flughafen gefahren. Dort den «Train» zu den Vermietstationen genommen und dort Bescheid bekommen, ich sei zu früh, das Auto sei noch nicht hier... Ich hatte das Auto für Mittag bestellt, aber wollte es nun früher abholen.

Der freundliche Mann am Schalter hat mir dann vorgeschlagen, mir ein anderes Auto zu 

geben. Zur Auswahl sind mehrere Japaner gestanden. So habe ich mich für einen Toyota

Camry entschieden. Diesen konnte ich dann auch sofort übernehmen.  So bin ich wieder zum RitzInn gefahren und habe dort meine ganze Bagage ins Auto geladen. Dann ging's Richtung Süden. Bis ich aus der Agglomeration von San Francisco ausgefahren war, hatte es dichten Verkehr - sogar jetzt zwischen neun und zehn Uhr vormittags.

Dann aber konnte ich den Tempomat auf 65 Meilen einstellen und fuhr bis nach Soledad, wo mir ein Schild «Pinnacles National Park» auffiel. Diesem folgte ich und fand so einen mir nicht bekannten Nationalpark. Einmal einen Nationalpark ohne viele Leute. 

Sogar,das Visitor Center war am Mittag geschlossen und so fuhr ich halt ohne zu bezahlen bis zu den hintersten Parkplätzen. Dort wurde ich von einem Park Ranger freundlich empfangen, der mir einige Trails empfahl. Da ich jedoch nicht zu lange hierbleiben wollte, liess ich es bei einem kurzen Spaziergang bleiben. Dabei konnte ich sogar einen dort heimischen Condor beobachten.

Beim Zurückfahren habe ich nochmals beim Visitor Center angehalten und konnte dann, dank einem weiteren Park Ranger, der extra für mich und einen anderen Besucher das Center öffnete, meinen Nationalpark Pass kaufen.

Danach ging es weiter bis nach Paso Robles, wo ich mein The Oaks Hotel problemlos fand. Als Nachtessen gab es dann einen Burger bei Jack's.

Donnerstag, 27. Februar 2020
 
Da ich mein Auto für zwei Tage gemietet habe, kann ich mir heute Zeit lassen mit dem Zurückbringen. Dies gibt mir die Gelegenheit noch einmal an den Pazifik zu fahren, um dort die Seeelefanten zu beobachten. So bin ich bereits nach acht Uhr in Paso Robles aufgebrochen und bin westwärts nach San Simeon gefahren. Dort sind im Februar noch die ganzen Familien anwesend. Es ist die Zeit die Jüngsten zu «stillen» und dann auch wieder Paarungszeit. Daneben habe ich hier noch ein paar weitere «wilde» Tiere beobachten können.
Danach fuhr ich zuerst zur Avila Valley Barn, wo ich ein paar Sachen direkt vom Bauernhof kaufen konnte und dann nach Arroyo Grande, um im dortigen Walmart meine Einkäufe zu tätigen. Weiter ging's dann nach San Luis Obispo, wo ich zuerst meine Ware im Camper verstaute und dann das Mietauto zurückbrachte. Eine sehr kontaktfreudige Uber Fahrerin brachte mich dann wieder zur Castillo Road zurück. Dann musste ich nochmals in die Stadt fahren, da der Tank meines Fahrzeuges fast leer war. Zuletzt fuhr ich zum Avila/Pismo KOA, wo ich wiederum einen guten Campground erhielt.
Den Rest des Nachmittages verbrachte ich mit dem Einrichten und dem Aufräumen meiner Habseligkeiten.


Freitag, 28. Februar 2020

 

Die erste Nacht im Camper... und ich habe besser geschlafen als im Hotel, eben, wieder daheim!

Heute Morgen habe ich mir das gewohnte Frühstück zubereitet, mit Speck und ein, ein paar Cherrytomaten darauf, Orangenjus, dann Toast, Butter und Konfitüre und einen feinen Nespresso Kaffee.

Dann konnte es weiter gehen. Zuerst bin ich nach Nipomo zur Villa Dana Adobe gefahren. Das Visitor Center sollte erst um elf Uhr öffnen, hat mich dann aber, dank einer Schulklasse, die dort heute Ihren Ausflug durchführt, bereits um zehn Uhr empfangen. So konnte ich die dortige Ausstellung über einen berühmten Wasserfarbenkünstler bewundern. Die Vila des Herrn Dana ist leider nur an den Wochenenden geöffnet und so konnte ich diese nur von aussen bewundern.

Dann ging es weiter, vorbei an der Vandenberg Air Force Base, von der ich leider nur ein paar Administrations-Gebäude sehen konnte, nach Lompoc. Eine kleine Stadt mit einem Museum, das aber heute geschlossen war.

So fuhr ich dann weiter bis nach Santa Barbara, wo ich wieder im Sunrise RV Park eine

Guten, aber etwas teuren Platz beziehen konnte.

Bereits in Lompoc habe ich festgestellt, das Thermometer am Camper - am Schatten – 30 Grad anzeigte. Auch später ist es nicht kühler geworden und so habe ich beim Halt in Santa Barbara - das erste Mal im Februar - ein kurzärmliges Hemd angezogen.

Den Rest des Nachmittages habe ich wieder einmal mit Brötli backen und mit Schreiben verbracht.

Samstag, 29. Februar 2020

 

Nach einer weiteren guten Nacht und dann einem wie gewohnt reichhaltigen Frühstück bin ich heute Morgen von Santa Barbara nach Santa Paula gefahren. Heute wollte ich das dortige Aviation Museum besichtigen. Leider ist dieses aber nur an einem Sonntag im Monat geöffnet und so bin ich dann direkt bis nach San Bernardino weitergefahren. Sobald ich in der Grossregion von Los Angeles war, haben die Staus und der «heavy traffic» begonnen.

In San Bernardino habe ich dann zwei Campgrounds gesucht, die mir beide nicht einen

wirklich guten Eindruck gemacht haben. So habe ich den «Camp California» einen schönen Platz am Weg gesucht und bin bis zum Lake Elsinore weitergefahren. Dort hat es zuerst geheissen sie hätten keinen Platz mehr frei, dann hat die Dame vom Office aber doch noch einen Platz für eine Nacht gefunden und ich habe diesen, direkt am See, erhalten. Eine wunderschöne Gegend.

Den Rest des Nachmittages habe ich mit einem kurzen Spaziergang am See, einem feinen Essen und dann dem Schreiben dieser Zeilen verbracht.

Sonntag, 1. März 2020

 

Heute Morgen ist stark bewölkt. Nach Frühstück und den üblichen Arbeiten fahre ich los, durch die Berge des Cleveland National Forest hinüber nach San Juan Capistrano. Dort will ich die Basilica und die Mission anschauen. Zuerst finde ich die Kirche, wo gerade die Leute hineinströmen für einen Gottesdienst. So habe ich einen dort stehenden «Kirchendiener» gefragt, ob ich als Tourist auch nur schnell die Kirche besichtigen könne. «Selbstverständlich» war die freundliche Antwort und so bin ich dann eingetreten. Eine Basilica mit allem was dazu gehört, goldene Altare, schöne Bilder und sogar recht viele Kirchengänger. Dann habe ich die Mission, also die Klosteranlage, gesucht. Da ich diese nicht sofort fand, entschloss ich mich etwas in die Stadt hineinzugehen. Nach etwa fünfhundert Metern Spaziergang war dann der Eingang zur Mission San Juan Capistrano angeschrieben. Eine Klosteranlage aus dem Jahre 1776, die recht gut unterhalten ist. Diese ist die dritte der einundzwanzig Missionen entlang der Kalifornischen Küste. Nachdem ich einiges über das Leben und Wirken der dortigen Missionare gehört und gelesen hatte, habe ich als letztes die Serra Kapelle aus dem Jahre 1782 besucht und bin dann zu der bei einem Erdbeben im Jahr 1812 zerstörten alten Kirche (gebaut 1796 - 1806) gegangen. Die vier Glocken des ehemaligen 

Glockenturmes wurden nach dem Erdbeben ein eine Glockenwand eingebaut.

Der Besuch des Mission Shop brachte mich dazu ein Buch über die Missionen in Kalifornien zu kaufen.

Danach ging des direkt hinunter nach San Diego, wo ich auf dem San Diego KOA eine teuren, aber guten Platz erhielt.

Montag, 2. März 2020

 

Heute Morgen war ich nicht motiviert früh aufzustehen. Zum einen, da die Museen im Balboa Park am Montag teilweise geschlossen sind, zum anderen, weil es heute morgen regnete.

So gab es erst gegen neun Uhr Frühstück, dann abwaschen und aufräumen. Dann erst war ich bereit für einen Besuch in Downtown San Diego. So ging es mit Tania, einer aufgestellten Uber Fahrerin hinein in die Stadt. Dort bin ich als erstes in das Maritime Museum gegangen und habe mir ein paar Schiffe angesehen, darunter die Star of India, ein stattliches Segelschiff, dann die H.M.S. Surprise ein Kriegsschiff unter Segeln, eine russisches und später ein amerikanisches U-Boot.

Danach fuhr ich mit dem Trolley der Green Line hinaus zu Old Town San Diego, wo ich einen ausgedehnten Spaziergang durch die Museen und Ausstellungen machte.

Von dort aus bin ich wieder mit einem gesprächigen Uber Fahrer zurück zum Campground gefahren. Der Fahrer hat während unserer Gespräche die Mission San Diego de Alcala, die erste der 21 Kalifornischen Missionen kennengelernt und sich überschwänglich für die guten Gespräche bedankt.

Dienstag, 3. März 2020

 

Heute Morgen strahlt wieder die Sonne und der Himmel zeigt sein gewohntes Kalifornien Blau. So bin ich dann mit Uber kurz vor zehn Uhr zum Balboa Park gefahren. Dort besuchte ich nach dem Visitor Center zuerst das Railroad Museum. Es handelt sich dabei um eine Modelleisenbahn-Ausstellung, welche sich in der Grösse, nicht aber in der Qualität mit Hamburgs Miniatur World vergleichen lässt. Leider sind auch nach der Öffnung des Museums um zehn Uhr noch nicht viele der Züge gefahren.

Danach habe ich das sich im selben Haus befindliche San Diego History Museum besucht. Dort haben mich wieder einmal die Geschichten der japanisch stämmigen Amerikaner über die Deportation und Internierung im zweiten Weltkrieg tief beeindruckt.

Dann bin ich zum Botanical House spaziert und habe dort die Orchideen und andere interessante Pflanzen bewundert.

Weiter ging es zum Museum of Man, welches über Menschen und ihre Rassen informierte, aber auch eine interessante Ausstellung über Mayakultur hatte.

Von hier habe ich dann einen längeren Spaziergang durch den Park unternommen und bin einen Moment auf einer Bank gesessen, um das bunte Treiben dort zu beobachten.

Mit dem Bus ging es dann hinunter nach Downtown. Dort bin ich nochmals einen Moment auf einer Bank gesessen und habe auch hier die vorbeieilenden und -schlendernden Leute beobachten können.

Da ich nun genügend gelaufen war, entschied ich mich den Uber zu bestellen und mit 

diesem zurück zum Campground zu fahren.

Mittwoch, 4. März 2020

So soll es nun heute aus San Diego weg gehen in die Wüste. Doch zuerst wollte ich noch die Mission San Diego de Alcala anschauen gehen. So bin ich nach der üblichen Morgenroutine über den Freeway 805, dann den Freeway 8 zur der Klosteranlage gefahren. Die Mission San Diego war die erste durch den Father Junipero Serra gegründete Anlage im Jahre 1769. Diese Anlagen sind viele nicht im Original erhalten, sie wurden seit den 1930er Jahren originalgetreu rekonstruiert. Mir gefallen diese sehr gut.

Danach bin ich in Richtung Anza Borrego Desert State Park gefahren. Zuerst über den Freeway 8 und dann über Bergstrassen über Julian nach Borrego Springs. Die Parkrangerin erklärte mir, dass der Monat März der besucherintensivste Monat sei. Als ich sie dann fragte, ob im Campground noch etwas frei sei, hat sie mit dem dort Zuständigen telefoniert und konnte mir positiven Bescheid geben. Zwar nur Dry-Campgrounds aber immerhin einen schönen und grossen Platz. So stellte ich mein Chalet in die Mitte dieses Platzes und schlenderte noch einen Moment durch die Anlage des Campgrounds. Dort bin ich dann auch auf den mir empfohlenen Borrego Palm Canyon Trail gestossen. Dort erklärte mir ein anderer Parkbesucher, dass er bereits vor etwa vierzig Jahren einmal hier gewesen sei, und dass am Ende dieses Trails der einzige Ort mit einheimischen Palmen sei. Alle anderen Palmen seinen von anderswo her gebrachte worden.

Donnerstag, 5. März 2020

 

Nach einer guten Nacht bin ich heute Morgen recht früh aufgestanden. Bereits etwas nach acht Uhr bin ich bereit gewesen, mich auf den Weg zu dem Palm Canyon Trail zu machen. Da ich näher beim «alternate Trail» war, bin ich auf dieser Seite hochgestiegen. Glücklicherweise, denn schon nach etwas mehr als hundert Metern habe ich eine kleine Herde Big Horns zu Gesicht bekommen. Diese waren nur etwa zwanzig Meter vom Weg entfernt und so konnte ich sie beobachten und ein paar Fotos schiessen. Dann ging es weiter in den Canyon hinein.

Unterwegs erfreute ich mich an den Blumen und Blümchen, welche zu dieser Jahreszeit in der Wüster blühen. Beim Zusammentreffen mit dem originalen Trail konnte man die Palmen Oase etwas weiter weg, sehen. Leider war dieser Teil des Trails gesperrt, da es dort im letzten Jahr gebrannt habe.

So machte ich mich auf dem Originalweg zurück zum Camper. Hier sind mir dann auch mehrere einzelne Wanderer und Gruppen entgegengekommen. Auf die Frage, ob ich etwas gesehen hätte, konnte ich den Leuten von den Big Horns berichten. Die Rattlesnakes liessen sich glücklicherweise auch heute nicht sehen. Aber auch der Mountain Lion (Puma) liess sich nirgendwo blicken.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Camper bin ich dann von Borrego Springs weggefahren und durch niedrige Berge und eine «Mondlandschaft» über Salton City und

entlang der Salton Sea nach Palm Springs gelangt, wo ich mir gestern Abend einen Campground im dortigen KOA reserviert hatte.

Bei schönstem Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad habe ich dann den Nachmittag mit Schreiben und dann noch mit Wäsche machen verbracht.

Bei der Laundry habe ich ein symphytisches Schweizer Paar getroffen und konnte eine Weile mit ihnen plaudern.

Freitag, 6. März 2020

 

Heute Morgen fahre ich nun in den Joshua Tree National Park. Beim ersten Halt mit einem kurzen Spaziergang bin ich per Zufall auf eine Wüsten Schildkröte gestossen. Andere Tiere sind mir leider oder vielleicht glücklicherweise (die Rattlesnakes) nicht begegnet. Dann bin ich weiter in den Park hineingefahren und habe bei Quail Springs - die Springs habe ich aber vergebens gesucht - und dann beim Keys View, einem Aussichtspunkt mit Sicht auf Palm Springs und Umgebung angehalten. Beim Cottonwoods Visitors Center fragte ich nach einem Campground, aber alle die Nationalpark Campgrounds sind im Moment zum Bersten voll. So bin ich halt aus dem Park hinausgefahren in Richtung Indio. Als ich dann an den Freeway 10 gekommen bin, habe ich gesehen, dass dort der Verkehr sehr dicht ist und stockt. So habe ich mich entschieden, ins Blaue hinein in Richtung Mecca zu fahren. Eine sehr schöne Fahrt durch einen wilden Canyon bis an die Salton Sea.

Dort ging's dann auf der Nordseite gegen Süden, wo ich zufälligerweise auf die Salton Sea State Recreation Areas getroffen bin. Diese haben beim Headquarter einen sehr schönen Campgroud direkt an der See, welcher auch für mich noch einen Platz frei hatte. Nach einem Spaziergang an die See, wo verschiedene Vögel badeten und Nahrung suchten, gab es recht früh Feierabend.

Samstag, 7. März 2020

 

Nach dem Morgenessen und dann einem Besuch im Visitor Center der State Recreation Area, wo ich, dank einer freundlichen Rangerin, endlich den richtigen Namen der im Joshua Tree im Herbst fotografierten Schlage herausfinden konnte,

nämlich eine Coachwip, auf deutsch eine Kutscherpeitschennatter.

Danach ging es der Salton Sea - einem Binnen-Meer mit einem Salzgehalt von 4.4 %- entlang, hinunter auf die Interstate 8, welche mich durch die Imparial Dunes, eine interessante Dünenlandschaft, nach Yuma führte. Dort habe ich im Suny Sands RV Park wiederum einen schönen Platz erhalten.

Nach einem Einkauf im Walmart, bin ich dann mit Uber zu dem Yuma Territorial Prison State Park gefahren. Beim Eingang hat mir dann der freundliche Herr erklärt, dass der Zellentrakt etwa in einer viertel Stunde geschlossen werde und der Park um fünf Uhr schliesse. Ein Blick auf meine Uhr liess mich annehmen, dass ich noch genügen Zeit hätte. Leider habe ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht mitbekommen, dass ich die Zeitzone gewechselt hatte und nun bereits kurz vor halb fünf war. So musste ich im Schnelltempo den Zellentrakt des berüchtigten Yuma Gefängnisses anschauen. Für das Museum und den Wachtposten davor hatte ich dann aber genügend Zeit. Dann ging es mit Uber wieder zurück zum Campground, wo ich mir ein feines z' Nacht bereitete.

Das gute an der Zeitumstellung ist, dass nicht bereits kurz nach sechs Uhr die Nacht

hereinbrach.

Sonntag, 8. März 2020

 

Heute Morgen bin ich etwas unsicher gewesen. Mein Schweizer Handy, meine Uhr und der Computer zeigen acht Uhr dreissig, mein amerikanisches Handy zeigt neun Uhr dreissig. Was ist nun wirklich richtig? Nach Rückfrage nach der Zeit in Phoenix, der Hauptstadt von Arizona gehe ich davon aus, dass acht Uhr dreissig richtig ist. So bin ich dann nach dem Morgenessen und den obligaten Abwasch- und Aufräumarbeiten aufgebrochen in Richtung Gila Bend. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Organ Pipe Cactus National Monument jetzt oder erst ab Tucson besuchen soll. So bin ich über den Freeway 8 zügig nach Osten unterwegs. Bevor ich nach Gila Bend gefahren bin, habe ich noch die Paintet Rock Petroglyph Site besucht. Eine interessante Stelle, mit sehr vielen Felszeichnungen, welche teilweise bis zehntausend Jahre alt sein sollen, aber teilweise auch recht neu zu sein scheinen. Besonders aufgefallen ist mir das Kreuz des Templerordens, welches auch eine recht alte Felszeichnung zu sein scheint. Zur Zeit des Templerordens war etwa um das 14. Jahrhundert, also lange bevor Kolumbus Amerika entdeckt haben soll???? Was also hat dieses Kreuz hier zu suchen. Beim Spaziergang bei den Zeichnungen hat mir ein «Archäologe» - ob Profi oder Hobby bin ich mir nicht ganz sicher - erklärt, dass gleiche Zeichen wie hier auch in China gefunden worden

seien. Also auch dorthin sehr alte Verbindungen???

Ein weiteres Highlight war dann eine Tafel mit dem Hinweis auf die Lewis und Clark Expedition, wobei sich der Hinweis auf den während der Expedition geborenen Jean Baptiste Charbonneau bezog, welcher sich später auch in Arizona aufgehalten haben soll.

Von den Petroglyphs ging es dann in einem Zug nach Gila Bend, wo ich im KOA Campground den letzten freien Platz beziehen konnte. You are a lucky man, hat mir die Dame im Office gesagt und, ja, das stimmte schon öfters...

Montag, 9. März 2020

 

Nach den üblichen Morgenarbeiten geht es heute nach Phoenix. Als Erstes habe ich den

Desert Botanical Garden vorgesehen. Eine tolle Anlage mit allen Pflanzen der in der Gegend liegenden Wüsten, der Mojave-, der Sonoran-, der Baja Californian und der Chihuahuan Desert. Eine besondere Attraktion waren dann auch die Schmetterlinge, welche in einem Haus (ein Mini-Papillorama) gezeigt wurden. Eindrücklich sind auch die vielen Kaktusse gewesen, die dort wachsen.

Nach dem Botanical Garten habe ich dann versucht einen Campground zu finden. Das war heute wieder einmal nicht so einfach. Im März sei in Phoenix sehr viel los und so musste ich etwas suchen, bis ich mi Deer Valley RV Park dann doch meinen Platz beziehen konnte.

Dienstag, 10. März 2020

 

Nachdem es heute Morgen zuerst geregnet hat, hatte ich es nicht eilig mit aufstehen und Morgenessen. So bin ich erst nach zehn Uhr mit einem eher wortkargen Uber-Fahrer nach Downtown Phoenix gefahren und bin dann das Arizona State Capitol anschauen gegangen. Hier, wieder einmal durch eine Kontrolle. Dann besichtigte ich das Capitol Museum, welches neben Gemälden hauptsächlich dem Battleship Arizona gewidmet ist, welches 1941 bei der Attacke der Japaner auf Pearl Harbour gesunken ist. Neben viel an Geschichte sind auch einige interessante Ausstellungsstücke vorhanden. Im Besonderen das «Tafelsilber» des Schiffes. Danach ging ich hinaus in den anschliessenden Park, in welchem wieder einmal einige Gedenkstätten zu Ehren der in all den durch die Amerikaner geführten Kriegen Gefallenen gedacht wird.

Das Arizona State Capitol ist von aussen ein moderner Stadtbau. An das alte State Capitol mit der obligaten Kuppel wurde angebaut, so dass von Vorne nur der moderne Bau sichtbar ist.

Nach dem Besuch im Park bin ich dann weiter zum Visitor Center gegangen, um einige

Informationen über Arizona und über Phoenix zu erhalten.

Zum Schluss ging's dann zuerst zur S.t Mary's Basilica einer grossen im Jahre 1881 gegründeten Kirche und dann in den Heritage Park, wo die einzelnen Häuser aber erst von Mittwoch bis Samstag zu besichtigen waren.

Danach bin ich, dieses Mal mit einem sehr aufgestellten und redseligen Fahrer zum

Campground zurückgereist.

Heute Abend gibt es eine von A-Z selber gemachte Pizza, mit Schinken, Salami, Oliven und mit Champignons.

Mittwoch, 11. März 2020

 

Nachdem es heute Morgen regnete, war ich nicht sehr motiviert vieles zu unternehmen. So habe ich erst einmal meine Rechnungen bezahlt - die kommen auch in den Ferien – und habe mich für die Abfahrt bereit gemacht. Für heute Abend habe ich im Picacho Peak State Park einen Platz reserviert. Dort wird geraten mit vollen Wassertanks anzukommen, da hier das Wasser knapp sei. So habe ich auch meinen Wassertank noch gefüllt und bin dann, im strömenden Regen losgefahren. Zuerst bis nach Tempe, wo ich mein Fahrzeug aufgetankt habe und dann noch einen Safeway gesucht habe für meine Einkäufe. Von hier aus ging es dann - zuerst im Regen, dann wurde es langsam trocken - weiter bis zum Schild «Casa Grande Ruins», wo ich dann eben zu den Casa Grande Ruins abgebogen bin. Es handelt sich dabei um Ruinen von Indianerbauten aus dem 14. Jahrhundert. Wobei die Casa Grande das am besten erhaltene Gebäude ist. Interessant war dann vor allem auch der Film über die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner.

Weiter ging es dann bis zum Picacho Peak State Park, wo ich einen wunderschönen Platz im Grünen erhielt. Hier ist mit Strom Standard!

Nachdem ich wieder einmal Brötchen gebacken hatte, war ich nicht sehr motiviert noch ein Nachtessen zu kochen. So gab es kalt - aber fein!

Donnerstag, 12. März 2020

 

Heute Morgen musste der Platz für die Zeit in Tucson reserviert werden. Also habe ich versucht, bei Lazydays KOA in Tucson einen Platz für die sechs Tage Tucson zu ergattern. Das war nicht oder aber nur zu einem Preis möglich, den ich nicht bereit war zu bezahlten ($ 95 pro Nacht). So habe ich versucht, mindestens von heute bis am Samstag zu reservieren. Dies hat dann auch für fast sechzig Dollar geklappt. Also habe

ich dann vom 15. - 18. März probiert und auch das ging zu dem gleichen Preis. Nun fehlte mir noch der Samstag auf Sonntag und so habe ich auch das probiert und siehe da, für den gleichen Preis war auch das möglich. So werde ich nur wahrscheinlich am Samstag und am Sonntag noch einmal den Platz wechseln. Aber für eine Einsparung von fünfunddreissig Dollar pro Nacht war mir dies allemal wert. So bin ich dann, mit einem kleinen Umweg über das Pinal Airfield, einem «Friedhof» für Flugzeuge und mit einem Zwischenhalt in der Marana Outlet Mall, wo ich wieder einmal den Lewis Store besucht habe, direkt nach Tucson in den Lazyday KOA gefahren, wo ich freundlich empfangen wurde.

Den Platz 1621 werde ich also bis Samstag behalten können. Dann sehen wir weiter....

Freitag, 13. März 2020

 

Heute morgen hat es wieder einmal geregnet. So musste ich nicht zu früh aufstehen, denn ich habe vorgesehen heute ein oder zwei Museen zu besuchen. Kurz nach zehn Uhr bin ich dann bereit gewesen für die Bestellung meines UberTaxis und dann ging es zuerst ins Tucson Historic Museum, wo die Geschichte von Tucson und seiner Umgebung behandelt wurde.

Auch die Schiesserei am OK Coral in Tombstone wurde hier abgehandelt. Ob der Wyatt Earp wirklich ein so gesetzestreuer Mann gewesen ist, bezweifle ich nun, nachdem ich diese Geschichten gelesen habe.

Wyatt Earp war ein Spieler und war zusammen mit seinem Bruder Virgil, welcher in

Tombstone Deputy US Marshal war, an der Schiesserei beteiligt. Seinen Ruhm begründete er selbst, indem er die Geschichte nur nach einer Sichtweise erzählte.

Hollywood hat dann noch das seinige zu der Geschichte des treuen Gesetzeshüters

beigetragen.

Im nächsten Museum, dem Arizona State Museum, wurde dann vor allem die Geschichte der in der Gegend heimisch gewesenen Indianer gezeigt.

Nach diesen beiden Museen bin ich dann zu Fuss zurück zum Campground gelaufen, ein Marsch von über zehn Kilometern...

Samstag, 14. März 2020

 

Heute Morgen werde ich meinen Campingplatz innerhalb des Tucson KOA wechseln müssen und weiter habe ich ab heute ein Mietauto reserviert. So ging ich zuerst

im Office fragen, welchen Platz ich werde beziehen können. Dieser war aber noch besetzt und so musste ich warten bis zur Check-out Zeit um elf Uhr.

So habe ich die Zwischenzeit benutzt, um wieder einmal mit einem Uber zum Tucson International Airport zu fahren, wo ich meinen KIA abholen konnte. Dann zurück zum Campground, noch abwaschen und aufräumen und dann war bereits Zeit, um mein Check-in für den neuen Platz zu machen. Danach die Fahrzeuge auf den neuen Platz stellen und anschliessen.

Danach ging es los, gegen Süden. Zuerst bin ich zum Pima Air Museum gefahren, wo ich nach inoffiziellen Angaben das zweitgrösste Flugzeugmuseum besichtigen konnte. Eine riesige Anzahl alter ausgedienter Militär- und Zivilflugzeuge. Besonderen Eindruck haben natürlich die «Fliegenden Festungen» gemacht. Riesige Bomber mit Geschützten vorne und unten am Bauch des Fliegers.

Als ein besonderes Flugzeug empfand ich auch die Air Force One, welche für Kennedy und später für Johnson unterwegs war.

Nach dem Fliegermuseum, war dann die Mission San Javier del Bac an der Reihe. Eine altehrwürdige Kirche, die leider infolge der Gefahr des Coronavirus geschlossen war. So konnte diese halt nur von aussen betrachtet werden.

Dafür habe ich den Rundgang um den Hügel mit der Lourdes-Grotte gemacht. Etwas, das mir in der katholischen Welt schon mehrmals begegnet ist.

Auf der Weiterfahrt nach Süden habe ich auch bei der Titan Missile National Museum in

Sahuarita, einen Zwischenhalt gemacht. Da ich aber für die Führung über eine Stunde hätte warten müssen, habe ich darauf verzichtet.

Dafür bin ich zum Tumacacori National Historic Park gefahren und habe diesen besucht.

Auch dies ist eine katholische Mission, welche im 18. Jahrhundert gebaut wurde. Leider sind die Gebäude teilweise zerfallen.

Trotzdem hat mir dieser Ort sehr gut gefallen.

Als Letztes habe ich den Ort Tubac besucht. Neben dem Presidio, also dem Fort von Tubac, sind dort vor allem viele kleine Läden mit Kunstartikeln zu sehen oder eben zu kaufen.

Sonntag, 15. März 2020

 

Heute morgen habe ich wieder den Platz zu wechseln. Die mir angegebene Nummer war

aber um halb elf Uhr noch besetzt und so warte ich wieder einmal, bis mein Vorgänger endlich abgehauen ist. Eigentlich wäre ich heute lieber wieder diverse Sehenswürdigkeiten anschauen gegangen. Nachdem dieser um elf Uhr immer noch auf dem Platz war, bin ich zurück zum Registration Office gegangen und habe verlangt, dass ich einen Platz erhalte.

Sie könne mir zwei andere Plätze anbieten, welche ich dann anschauen ging. Der ein Platz war direkt vis-à-vis des gestrigen. So habe ich mich für diesen entschieden und wollte dies dem Office mitteilen, um einchecken zu können. Die junge Dame dort hat mir dann wieder vom vorherigen Platz geleiert und so habe ich sie dann ziemlich wütend darauf aufmerksam gemacht, dass ich nun schon drei Mal hier war und ich jetzt den 1575er nehmen werde. Dann ging alles fast von selbst.

Nachdem ich meinen Camper auf den neuen Platz gestellt hatte, konnte ich endlich meine Ausflüge starten. Zuerst ging es zu den Old Tucson Studios. Dies ist eine kleine Westernstadt in der Wüste, wo diverse Wildwest Filme gedreht worden sind. Die Show für die Touristen war dann auch ok.

Weiter ging es dann zum Arizona Sonoran Desert Museum. Ein etwas anderes Museum, mit lebendigen Tieren und einer Pflanzenvielfalt die ich dort bewundern konnte. So habe ich neben den verschiedenen Klapper- und anderen Schlangen auch einen Mountain Lion (Puma), einen Luchs und einen kleinen Fuchs - alles sicher hinter Glas und Gittern -

gesehen.

Zuletzt bin ich noch zum Saguaro National Park Visitor Center gefahren und liess mir dort die Karte geben und mich - in einem Video - über verschiedene Aspekte der

Saguaros und der Umgebung informieren.

Da ich noch ein paar Sachen einkaufen wollte, habe ich den Tucson West Walmart besucht. Auch hier scheinen die Leute Hamsterkäufe zu tätigen, waren doch viele Gestelle ungewöhnlich leer. Die Sachen, die ich brauchte, habe ich aber problemlos gefunden und auch kaufen können.

So bin ich dann müde, aber zufrieden kurz vor sieben Uhr im Campground eingetroffen und habe mir dann noch etwas Feines z' Nacht gemacht.

Montag, 16. März 2020

 

Heute Morgen bin ich recht früh aufgestanden. Ich will mit meinem Mietauto das Organ Pipe Cactus National Monument besuchen. So bin ich kurz nach acht Uhr bereit abgefahren, Richtung Westen. Nach fast drei Stunden Fahrt über teilweise Kilometerlange gerade Strassen, bin ich Park angekommen. Zuerst den obligaten Besuch beim Visitor Center, wo auch wieder ein sehr eindrückliches Video über die Sonora Wüste gezeigt wurde. Dann bin ich den Ajo Mountain Drive gefahren. Ein 19 Meilen Loop, welcher die Besucher an verschiedenen Plätzen mit einer sehr interessanten Wüstenlandschaft vorbeibringt. Tiere habe ich aber leider keine gesehen. Dafür Kakteen in allen Formen. Dann bin ich, mit einem Zwischenstopp bei der Abzweigung zum Kitt Peak Observatorium - dieses war wegen des Corona Virus geschlossen ,- wieder denselben Weg fast drei Stunden lang zurückgefahren. Dabei wurde ich unterwegs an einem Checkpoint der Border Patrol angehalten. Woher ich komme? From Switzerland..., dann nach ein Paar weiteren Fragen wurde ich auf einen Parkplatz verwiesen, wo ich warten musste, bis die Officers ein Telefongespräch mit irgendeiner Stelle gemacht hatten, wobei sich dann herausstellte, dass alles ok ist und ich dann weiterfahren konnte.

Dienstag, 17. März 2020

 

Heute morgen habe ich zuerst einmal mit meinem Bruder telefoniert, um zu sehen, was

dieser zur jetzigen Situation meint. Ich bin mir, nachdem ich so viel über den Corona Virus gehört hatte, nicht mehr sicher, ob ich die Reise weiterführen soll, oder aber umkehren und heimfliegen soll. Morgen werde ich mit der Swiss sehen, was in der Situation zu machen sei. Eigentlich bin ich überzeugt, dass um- und heimkehren die richtige Entscheidung sein würde. So habe ich den heutigen Tag in Tucson noch genossen und bin die Davis-Monthan Air Force Base, bzw. die dort abgestellten über viertausend Militärflugzeuge anschauen gegangen.

Leider kann auch hier nur von aussen durch den Zaun geguckt werden. Trotzdem hat es ein paar Fotos gegeben.

Nachher habe ich den Saguaro National Park East besucht. Hier war das Visitor Center geschlossen und so konnte ich nur den Cactus Forest Loop Drive fahren, welcher

auch hier neun Meilen durch die Wüstenlandschaft mit vielen verschiedenen Kakteen führt. Neben den Saguaros, welche dem Park den Namen geben, sieht mal viele Prickley Pear Kaktusse, dann die Ocotillos, welche im Moment viele kleine Blättchen haben, im Sommer dann aber wie abgestorben aussehen werden. Auch den Cholla- und den Barrel-Cactus gibt es immer wieder zu bewundern.

Als Letztes für heute habe ich die Biosphere 2, eine Forschungsstation der University of Arizona besuchen wollen. So bin ich auch hier etwa eine Stunde nach Norden gefahren, um dann vor geschlossenen Toren zu stehen. Also wieder zurück zum Campground, wo wieder einmal Wäsche waschen angesagt war.

Mittwoch, 18. März 2020

 

Heute ist definitiv entschieden, dass ich in Richtung San Luis Obispo fahren, um den Camper wieder dort zu deponieren. Dann werde ich versuchen einen Flug zurück in die Heimat zu bekommen. Bis dahin werde ich aber noch ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen gehen, sofern diese überhaupt zugänglich sein werden.

So bin ich nach der Rückgabe meines Mietautos bei einer nicht sehr freundlichen Angestellten der Budget Autovermietung und dem Auffüllen des «Propane» in Richtung Norden abgefahren. Ziel ist Montezuma Castle. Einen ersten Halt habe ich nach gut einer Stunde Fahrt auf einer Raststätte eingelegt. Dann bin ich bis über Phoenix hinausgefahren und habe dort einen Wegweiser zum Pioneer Village gesehen. Da ich angenommen habe, dass diese vor allem im Freien sein würde, habe ich versucht, dieses zu besuchen. Keine Chance - wegen Corona-Virus Gefahr geschlossen. Also fuhr ich weiter bis Camp Verde, wo ich das Montezuma Castle besuchen konnte. Das

Visitor Center und der Gift Shop waren zwar geschlossen, aber die Anlagen konnten besichtigt werden. Glücklicherweise habe ich hier in Camp Verde auch einen Campground gefunden, welcher für mich noch einen freien Platz hatte - mit allem was dazugehört. So werde ich morgen zuerst das Tuzigoot National Monument besuchen und erst dann weiterfahren.

Donnerstag, 19. März 2020

 

Heute Morgen habe ich noch einmal anders entschieden. Ich fahre direkt via Flagstaff weiter, so weit wie möglich in Richtung San Luis Obispo. So bin ich am Vormittag durch verschneite Berge - aus dem Sommer in Tucson, in den Winter im Norden von Arizona - nach Flagstaff, dann Williams und Kingman gefahren. Dort habe ich noch einmal vollgetankt und bin dann in Richtung Bullhead City - eine Spielerstadt in Arizona - nach Laughlin gefahren, wo ich mi KOA beim AVI Casino, welches zurzeit auch geschlossen ist, meinen Platz für die Nacht erhalten habe. Morgen geht es weiter nach Westen und wahrscheinlich werde ich am Samstag in der Gegend von San Luis Obispo eintreffen. Den Camper werde ich abgeben, wenn ich weiss, wann und wie ich zurückfliegen kann. Ich will so wenig wie möglich in Hotels wohnen. Morgen weiss ich sicher wieder mehr...

Freitag, 20. März 2020

 

Heute Morgen ging es recht früh los, so dass ich möglichst weit fahren konnte. Meinen ersten Halt nach etwa zwei Stunden habe ich auf einer Raststätte im Nirgendwo gemacht - siehe Foto. Dann bin ich heute fast 500 km gegen Westen gefahren und habe im Ventura KOA in Santa Paul@ einen Platz für die Nacht bekommen.

Heute Abend habe ich versucht mit der SWISS Kontakt aufzunehmen. 

Kein Durchkommen.

So bin ich dann etwas frustriert zu Bett gegangen, da ich nicht weiss, wie es weitergehen wird...

Samstag, 21. März 2020

 

Nachdem ich diese Nacht nicht so gut geschlafen habe, bin ich bereits um vier Uhr wach gewesen. Da die Kontaktaufnehme mit der Swiss nicht klappen wollte und die Heimreise noch nicht organisiert ist, habe ich mich entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen. Als Erstes habe ich versucht eine Mietauto 23/24. März zu buchen. Dies wurde mir auch sofort bestätigt, dann habe ich einen Flug von San Francisco nach Zürich gesucht. Einen Swiss Flug SFO ab 16.30 zu vernünftigen Preisen habe ich

zwar gefunden, als ich aber diesen reservieren wollte, hiess es - keine Plätze verfügbar. Also habe ich nach einer Alternative gesucht und habe einen Air Canada Flug, San Francisco ab 07.10, via Toronto gefunden. So werde ich, wenn alles klappt am Mittwoch am frühen Morgen in Zürich eintreffen. Zuletzt musste noch ein Hotel in der Nähe des Flughafens gebucht werden. Wie gewohnt über Booking.com, welche mir die

Reservation auch prompt bestätigten. Eine kurze Zeit später habe ich von Booking eine SMS erhalten, dass es nicht sicher ist, ob ich im Hotel einchecken könne, wegen des Corona-Virus-Problems. So habe ich halt mit dem Hotel telefoniert und diese haben mir bestätigt, dass meine Buchung ok sei.

So konnte ich dann schon bald aufstehen und nach Dusche und Frühstück ging der letzte Teil der Fahrt nach San Luis Obispo los.

Im Oceano Campground in Grover Beach, wo ich zuerst hinfuhr, erhielt ich Bescheid, dass sie keine Buchungen mehr annehmen würden. Wahrscheinlich würden die privaten Anbieter eher noch Gäste akzeptieren. So bin ich dann zum Avila/Pismo KOA gefahren, welchen ich schon mehrmals besucht hatte und habe dort einen Platz auf dem fast leeren Campground erhalten.

Heute noch Administration nachtragen und dann ausruhen. Morgen wird gepackt und geputzt, so dass ich am Montagmorgen früh den Camper in SLO abstellen kann und dann zur Autovermietung mein Fahrzeug holen gehen, damit ich genügend Zeit habe, direkt nach San Francisco zu fahren.

Sonntag, 22. März 2020

 

Warten ist angesagt. Da ich meine Putzarbeiten schon gestern erledigt habe, ist heute nur noch zu packen und alle meine Vorräte, welche nicht überdauern, müssen entsorgt werden. Gestern als ich geparkt hatte, habe ich an einem Busch mit sehr schönen roten Blüten einen Kolibri gesehen. Scheinbar gibt es solche in den verschiedensten Farben. Die, die ich bisher gesehen habe, waren schwarz/weiss oder nur mit wenig Farbe. Der von Gestern war in einem leuchtenden und schillernden Grün. Leider liess sich das kleine Biest nicht fotografieren.

So bin ich dann den ganzen Tag im und um den Camper herum geblieben. Auf einem Platz mit etwa 80 Plätzen und vier davon waren besetzt. Einer in der Ecke West einer in der Ecke Ost, einer in der Nord- und einer in Süd-Ecke, jeder weit weg vom anderen. Ist wahrscheinlich gut so.

Aber auch dieser Tag ist vorbei gegangen...

Montag, 23. März 2020

 

Heute will ich den Camper abgeben, dann ein Mietauto bei Avis in San Louis Obispo holen und mit diesem zu Hotel The Millwood fahren. Zuerst bin ich also vom meinem Campground zu der Autovermietung gefahren, um dort das Auto zu übernehmen und das Gepäck zu deponieren. Das hat nun schon einmal gut geklappt. Also weiter zum Parkplatz für meinen Camper. Dort ist zwar niemand da gewesen, aber das Einparkieren hat auch ohne Unterstützung - die habe ich ja meistens in den Campgrounds auch nicht - funktioniert. Dann die Spannung, ob die Uber noch funktionieren, aber auch hier alles im grünen Bereich.

So bin ich bereits etwa um halb elf Uhr wieder bei meinem Mietauto angekommen und konnte losfahren. Unterwegs ist mir aufgefallen, dass der Verkehr heute viel weniger ist als üblich. Auch sind alle Raststätten unterwegs geschlossen gewesen. So bin ich in ohne einen Zwischenstopp direkt die etwa dreieinhalb Stunden nach San Francisco zum Hotel gefahren. Auch dort ging das Einchecken ohne Probleme und ich konnten den Rest des Nachmittages in einem sehr sauberen, grossen Hotelzimmer verbringen. Verpflegt habe ich mich aus eigenen Restbeständen, damit ich nicht ganz alles wegwerfen musste.

Da mein Flug morgen sehr früh abheben wird, hat es bereits um neun Uhr Nachtruhe gegeben.

Dienstag, 24. März 2020

 

So bin ich denn bereits vor vier Uhr aufgestanden. Duschen und anziehen, dann das Gepäck fertig machen und einen - etwas dünnen - Kaffee mit einem eigenen Brötchen zum Frühstück geniessen. Danach das Auto bei Avis zurückbringen. Bei der Autoabgabe ist niemand gewesen. Nur eine Dame hat in der Nähe etwas gemacht wie arbeiten und die hat mich angewiesen, den Schlüssel im Auto zu lassen und mich beim Rental Desk zu melden. Dann ging es zum Air Canada Check-In. Aber auch hier klappte alles ohne Probleme und ich konnte durch die Röntgenkontrolle weiter. Auf meiner Boarding Karte war ein Q-14 vermerkt. Als ich dann beim Gate wartete, merkte ich, dass dieses Q-14 wichtig war, denn nur wer einen Q-Vermerk auf der Boarding Karte hatte konnte

in das Flugzeug einsteigen.

Trotz der strengeren Kontrollen konnte unser Air Canada Flug, der etwa zu 10 Prozent ausgebucht war, rechtzeitig starten. Noch nie war ich so froh, endlich in der Luft zu sein. Nach einem ruhigen Flug sind wir pünktlich in Toronto gelandet. Hier immer den Schildern »Connections» folgen, bis diese in zwei verschiedene Richtungen zeigten. Meine Frage an die dort anwesende Dame, wohin ich zu gehen hätte, wurde mit woher kommen sie gegen gefragt. Aus San Francisco, dann wies sie mich durch eine Abkürzung direkt zum neuen Gate.

Scheinbar funktionierte das aber nicht für alle Passagiere, denn Leute aus Mexico und aus Kuba mussten durch den Zoll ein- und dann wieder ausreisen.

Der für 17.10 vorgesehene Flug wurde bereits bei unserer Ankunft mit Verspätung gemeldet.

Zuerst wurde 18.35 als neue Startzeit angegeben. So konnten wir etwa eine halbe Stunde früher beim Boarding vorbei und unsere Plätze beziehen. Dann mussten wir aber

noch eine Stunde warten, bis unsere fast volle Maschine abheben konnte. Es musste noch Gepäck aus- und eingeladen werden. Denn die drei Italiener ohne einen Weiterflug in Zürich, konnten nicht in unsere Maschine einsteigen.

Mittwoch, 25. März 2020

 

Zurück in der Heimat... noch nie bin ich so froh gewesen nach einem wiederum sehr ruhigen Flug über den Atlantik in Zürich zu landen und dann durch den Eingang «nur mit Schweizer Pass» einreisen zu dürfen. Alle anderen Passagiere wurden in das Gate E geschickt, wo sie mit einem nächsten Flug weiterreisen mussten. Wir duften nur in Gruppen von zehn Leuten aus dem Flugzeug aussteigen, so dauerte der Ausstieg fast eine halbe Stunde. Dann ging's zur automatisierten Passkontrolle. Überall sind Polizisten gestanden und haben über jeden Schritt der Aussteigenden gewacht. Nach dem Einscannen des Passes sind die Türen aufgegangen und ich konnte einreisen. Dann durch einen leeren Flughafen - erschreckend, - Gepäck abholen und zum Ausgang, wo mein Bruder wartete.

Mit dem Auto ging es dann weiter über eine wiederum sehr wenig befahrene Autobahn nach Hause. Hier werde ich nun die nächsten Tage verbringen.

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt....


So könnte der Titel zu dieser Reise lauten. Geplant war eine drei Monate dauernde Reise von Kalifornien über Arizona und New Mexico nach Texas und dann wieder zurück nach Kalifornien. 
Als ich Ende Februar nach San Francisco geflogen bin, war Corona noch eine Krankheit, die die Chinesen betraf, uns aber nicht... und dann ging alles sehr schnell.
Als ich in Tucson war, hiess es - der Bundesrat hat die Reisenden aufgefordert wegen Corona nach Hause zurückzukehren. Damals habe ich noch gelacht und gesagt, mir gefalle es hier noch gut. 
Dann habe ich mich etwa mehr für die Nachrichten interessiert und musste feststellen, dass Corona auch im Westen der USA abgekommen ist. 
Und ein paar Tage später habe ich mich entschlossen so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen...